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Rittergut
 
Rittergut Börln war früher Sachsens zweitgrößtes Rittergut überhaupt, mit 800 Ha. Feldern und 400 Ha. Wald.
 
Bestandteile - Kern
 
800 Ha. Feldern und 400 Ha. Wald: 1946 von der LPG übernommen oder an Neubauern (inkl. Umsiedler-Flüchtlinge) verteilt und/oder später enteignet und in die LPG eingebracht.
 
Schloss und Nebengebäude:
 
· Ehem. barockes Jagdschloss als dreiflügeliges Gebäude erbaut 1617-20 (1617 als "Schlos." auf der Flurkarte markiert), später umgebaut (siehe "Geschichte"), letze Neugestaltung als "L-Form" Gebäude um 1880 - Gründerzeit, mit Sandstein Giebel und Gauben (auf der Westseite in den 1930-iger Jahren abgebaut). Nach 1945 wurden alle Kronleuchter, Kaminöfen und sonstigen historischen Gegenstände entfernt. Es bleibt nur ein einziger Kamin in der Eingangshalle. Zwei historische Türen und ein Buchregal im 1. OG wurden 1995 vom "Feierabendheim" Betreiber AWO heraus gehackt und die Durchgänge mit Gipskarton zugemauert. Nach der friedlichen Revolution erlitt das wunderschöne Schloss mehr Schaden als von Hussiten, Schweden, Russen und Kommunisten überhaupt je verursacht worden ist. Obwohl die meisten wertvollen Gegenstände 1945 vom Staat einkassiert wurden, blieben einige wertvolle Möbelstücke noch im Schloss bis das Feierabendheim nach Dahlen in den Neubau umgezogen ist.
 
           
Westseite des Schlosses - Entwicklung über die Jahren seit ca. 1880
 
Blick auf den Schlosshof, damals mit Sonnenuhr. Seit 2006 von einer Klärgrube, einer aufgeschütteten Bühne aus Erde gebaut (zwischen den Seitenflügeln), gebrochenen Glass, Wildwuchs, und einigen DDR-Garagen befreit. Die Wiese und die Wege konnten mit Hilfe von alten Fotos restauriert werden. Über 100 neugepflanzte dänische Rosen haben Wäscheleinen, Garagen und Wildwuchs ersetzt.
 
Der Eingang - gesprengte Giebel und Sandsteinpfosten, Baujahr unbekannt. Die originalen Leuchten sind entfernt worden und sind spurlos verschwunden. Eine Blech-Überdachung ist nach dem Krieg abgebaut worden.
 
Die Eingangshalle mit der im Jahre 2004 freigelegten asymmetrischen Treppe und den entsprechenden Tür- und Fensterbögen. Die Decke soll früher wunderschön gewesen sein. Das hat bisher jeder gesagt, der hier damals zur Schule gegangen ist. Leider sind keine Fotos mehr vorhanden bzw. kann keiner mehr heute genau beschreiben wie es einmal aussah, da die Jugendzeit mittlerweile zu weit zurückliegt.
 
Der einzig verbliebene Kamin, aus Sandstein, vermutlich aus der Gründerzeit, in der Eingangshalle. Der Zwilling an der Nordwand fehlt, kann aber kopiert werden.
 
Großer Kiefernholz Schrank mit "ZB" bemalt, vermutlich Gründerzeit, das als einziges Möbelstück im Schloß zurückgelassen wurde. Dieser Schrank mit Schriftzug soll an die ehemalige, enteignete Familie von Zech-Burkersroda erinnern.
 
Gründerzeit Eichen-Türen im 1. Obergeschoß - leider sind zwei Paar im Mittleren Salon, wo Wand- und Deckenmalereien aus dem Jahr 1620 gefunden worden sind, im Jahre 1995 heraus gehackt und die Durchgänge mit Gipskarton zugemauert worden.
 
  • Nördlicher Seitenflügel auch genannt Inspektorhaus: stand schon im Jahre 1617 (Durchgang Nordseite über die Zugbrücke), wurde bis 1945 für Wohnzwecke benutzt (Inspektor, Kutscher resp. Chauffeur) und als Wäscherei, danach als Heimleiterwohnung, Angestelltenwohnungen, LPG-Küche, Nähstube, Jugendklub. Der Dachstuhl (bis 2006 Einsturzgefahr) und viele Balken waren in einem sehr schlechten Zustand und sind im Auftrag von Herrn Hinkel fachmännisch restauriert worden. Auch die Inspektor- und Kutscherwohnungen sind grundsaniert worden und bekamen Massivholz Dielen und handgemachte Türen, nach Vorschrift der Denkmalbehörde.
 
Südseite im Mai 2009
 
Sanierung von den Fachwerkwänden und dem Dachstuhl - fast jeder Balken war sanierungsbedürftig, manche fehlten komplett, vielleicht in schweren Zeiten als Feuerholz benutzt worden.
 
  • Südlicher Seitenflügel auch genannt Gärtnerhaus: stand schon im Jahre 1617. Enthielt im Erdgeschoß die Remise und eine Kapelle, welche als Stallung/Lager, danach zu einen Altenheim-Kaffeeraum umgenutzt wurde. Im östlichen Teil des Obergeschoßes wohnte die Gärtnerfamilie und im westlichen Teil wurden früher Ausrüstungen für Pferde gelagert. Später wurde daraus ein Versammlungsraum der für den "Bund Deutsche Mädchen" und gegen Kriegsende als Wohnungen für Flüchtlinge ("Umsiedler") genutzt wurde. Die ehem. Gärtnerwohnung, die als Büro für das Feierabendheim diente, ist im Jahre 2003 für Wohnzwecke renoviert worden.
 
 
Blick von Osten                        Blick von Norden
 
   
Künftige Pilgerkapelle, u.a. von reisenden Gesellen inkl. Steinmetze teils restauriert. (Siehe "Pilgerkapelle")
 
  • Westlicher Teil (wahrscheinlich Scheune) in Form eines originalen Dreiseitenhofes, im Jahre 1617 genannt "Viehhoff.": abgerissen nach 1807, höchstwahrscheinlich um einen freien Blick auf den Teich zu verschaffen. Der Viehhof konnte keiner wirtschaftlichen Nutzung mehr zugeführt werden (verlegt auf dem im Jahre 1800 gebauten Gutshof). Ein Bild ist nicht vorhanden, nur Grundrisse auf den Landkarten von 1617 und 1807.
 
· Brunnenhaus: nördlich vom Schloss: wurde zu Toiletten, danach als Garage umgebaut und soll restauriert werden. Vor dem Eingang war eine artesische Quelle, deren Wasser vor allem von Experten für Kinder empfohlen wurde. Erst im Jahre 1987 bekam Börln Leitungswasser.
 
 
  • Holzpavillon: wurde nach 1945 als Leichenhalle eingemauert, sodass viele Balken beschädigt wurden: in den Jahren 2006-7 restauriert.
 
 
  • Brauerei: Um 1617 an der westlichen Seite des Dorfs gelegen (danach Krautgarten). Im Jahre 1870 aber neu gegründet und an der nordwestlichen Grenze des Schlossgeländes gebaut, 1880 Rittergutsbrauerei Graf Zech-Burkersroda, 1886 Rittergutsbrauerei Graf Zech Max Richter, 1890 Rittergutsbrauerei Graf Zech G. Helbig, 1906 Rittergutsbrauerei Graf Zech-Burkersroda Alfred Schade. Das Gebäude stand bis mindestens 1945 westlich vom Inspektor/Kutscherhaus und wurde danach abgerissen. Ein Bild ist leider nicht vorhanden. Im Schwestergebäude, welches sich im Winkel von 90 Grad zum Inspektor/Kutscherhaus befindet ist der Malzkeller noch vorhanden. Oben wohnten die Knechte und zuletzt auch der Schweizer. Im Erdgeschoß wohnte bis Anfang der 60-iger Jahren Familie Heinz Uhlitzsch. Herr Uhlitzsch war LPG-Leiter. Nebenan, in einer ehem. Stallung, wurde ein Schulraum eingerichtet. Unter der Leitung von Lehrer Herrn Kuchar wurden Kinder in Werkunterricht ausgebildet. In dem Schulgebäude erhielten sie von ihm dann auch die Ausbildung in technischem Zeichnen.
 
 
  • Wallgraben: (siehe "Geschichte") seit ca. 30 Jahren entwässert, die Hälfte ist kanalisiert. Obwohl es seit Jahren ein Bodendenkmal ist, wurde es leider von den Behörden nicht geschützt.
 
 
  • Eiskeller: 2001 restauriert. Gehört jetzt der Stadt Dahlen. Die Beleuchtung wird vom Gutshaus aus gesteuert. Hier wurden Eisblöcke vom Teich aus in den Keller hereingetragen.
 
Ehemaligen Schlosspark: Erst nach 1990 geteilt. Nur ca. 20.000 Quadratmeter gehören seitdem zu dem Schlossareal und sind im Privatbesitz. Das Gesamtareal umfasst 135.000 Quadratmeter. Der städtische Teil ist als "Erholungswald" deklariert worden.
 
 
Frühling im Schlossgarten, Mai 2009
 
Teich: siehe auch "Schlosspark" - im Jahre 1617 gennant "Der Hain Teich". Größe: ca. 20.000 Quadratmeter. "Der Schmirrelteich" lag westlich von der Hain Teich und ist heute Wald. Der nördliche Wall ist heute als Pilgerweg ausgeschildert.
 
 
Gutshaus/4-Seiten-Wirtschaftshof: Pferdestall, Kuhstall und Scheune standen schon im Jahre 1617; zum Norden dahinter "Der Garten hindern Scheunen oder .... garten", zum Westen ein "Freß garten - später Mühlgarten. Gutshaus gebaut im Jahre 1800. Zuletzt bis 1945 von der Gutspächter-Familie Gey bewohnt. Der Pächter Herr Johannes Gey wurde im 1945 von den Russen erschossen. Danach wurde das Haus zuerst für Soldaten, Flüchtlinge und später als LPG-Wirtschaft benutzt. Ein Teil wurde auch für den Kindergarten benutzt. Heutige Nutzung: Ehemalige Pferdestall-Gewölberaum als selbstcatering Veranstaltungsraum. Der Mittlere Teil (ehem. Wohnräume von Familie Gey) wird als Landgut Börln GbRs Verwaltungsbüro mit Übernachtungen insb. für Pferdesportler genutzt und im südlichen Teil als Wohnhaus. Letzter Teil (südlich) wurde 2001 ohne Genehmigung abgerissen da das Gutshaus "noch nicht als Denkmal eingetragen war"; nun ist die Clara-Zetkin-Strasse an dieser Stelle, eigentlich ein privates Grundstück. Die richtiger Strasse ist voller Unkraut, das Holztor wo früher der Nachtwächter stand ist längst weg und keiner würde heute vermuten dass an dieser Stelle früher der Eingang zu einem der größten Gutshöfe Sachsens war. Der ehemalige Kuhstall wurde während der Bodenreform an Familie Walter zugeteilt, später verkauft und in den Jahren 2007/8 entkernt und als moderner Feiersaal umgestaltet. Scheune: (Westseite) wurde nach dem Krieg abgerissen, da der Giebel und das Dach baufällig waren und damals keine Mittel für die Restaurierung vorhanden waren. Auf dieser Stelle stehen jetzt Garagen.
 
 
Gutshaus- Ostseite                  Gutshof                               Gutshaus - Westseite
 
Gutshaus - Ostseite, Ernst-Thälmann-Strasse
Gutshaus - Bild des südlichen Teiles vor dem Abriß im Jahre 2001
 
Molkerei: eingestellt im Jahre 1921. Kein Bild vorhanden.             
 
Kriegerdenkmal 1914-1918: wurde bei Neugestaltung des Ernst-Thälmann-Platzes nicht verschönert - die dreieckige Gartenanlage mit Hecke verschwand und ist betoniert worden. Die Gefallenen und Vertriebenen des 2. Weltkrieges haben noch kein Denkmal. In unserer virtuellen Gedenkstätte hier möchten wir wenigstens ein Person erwähnen:
 
Herr Horst Berger aus Börln der als junger Mann nach Kriegsende in Wurzen im Motorenwerk gearbeitet hat, der von Stasimitarbeitern wegen "Spionage" bei Nacht und Nebel abgeholt wurde und in Moskau verhört und hingerichtet wurde (weil es in der DDR gesetzlich verboten war!). Erst in den 90-iger Jahren wusste die Familie Berger wo er hingekommen ist.
 
 
Ev.-Luth. Pfarrhaus: Erhalten und restauriert. Dach Ende 2010 mit sächs. Bieberschwänze neu gedeckt.
 
 
Dorfkirche: Erhalten und restauriert. Ehemalige Patronatskirche (siehe "Historie")
 
Auf der Seite "Historie" wird über die schweren Tagen im Jahre 1989 erzählt, als ein Kernkraftwerk in Schwarzer Kater gebaut werden sollte. In Pfarrer a.D. Martin Kupke's Buch "SED und Staatssicherheitsdienst im Kirchenbezirk Oschatz", Leipziger Universitätsverlag, 2009 (ISBN 978-3-86583-367-9), sind schreckliche Fakten zur Licht gekommen. "Die vorliegende Studie habe ich gegen das Vergessen, gegen das Verfälschen und gegen die Verharmlosung der DDR-Geschichte geschrieben". Aus dem eigenen Kirchenvorstand in Börln wurde von Stasi-IM "Fortschritt" auf Brüdern und Schwestern in Christus gespitzelt. Also, ein Judas. Geboren am 28. August 1923 in Frauwalde, Bruder von IM "Waldmann", Träger der Medaille für "Treue Dienste" der NVA in Bronze ausgezeichnet zum 24. Jahrestag der Gründung der DDR, Gotthold Zimmermann war bis 1945 Soldat, dann Bauer im elterlichen Betrieb, schließlich Agronom. Ab 1976 hatte er die Funktion des Bereichsleiters Futter der Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion "Fortschritt" in Dahlen inne. (Die Verpflichtungserklärung unterschrieb er am 30. November 1954 in Wurzen, geworben wurde er in der Fachschule für Landwirtschaft in Wurzen durch Herrn Breller von der Kreisdienststelle Wurzen. 1959 überstellte ihn diese dann der Kreisdienststelle Oschatz.) Im Bericht der Kreisdienststelle vom 30. August 1976 heißt es, er habe auch Kontakt zum Pfarrer und zu weiteren negativ eingestellten Personen und sei daher in der Lage, dem MfS wertvolle Informationen zu liefern. Mitglied der CDU sei er auch und habe eine progressive Einstellung zur DDR. So sei er auch bereit gewesen, die Aufträge des MfS anzunehmen. Dabei nutze er gezielt seine Kontakte zu anderen Personen, auch zum Pfarrer, zu dessen Aktivitäten und Westkontakten. Seine politisch-ideologische Haltung könnte der IMS erforschen. Der IMS war Mitglied im Kirchenvorstand, diesen Umstand konnte er gezielt nutzen. Auch als Mitglied der CDU, des Kreisvorstandes der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft und Mitglied der Nationalen Front sollte er seine Kontakte zum Aufspüren negativer Kräfte nutzen. Im Wohngebiet Börln habe er Ermittlungen durchgeführt, ebenso Kontrollaufgaben zu bestimmten Personen und im Militärverbindungsmission der USA, Großbritanniens, Frankreichs -Absicherungssystem. Ein mündlicher Bericht des IMS stammt vom 15. Dezember 1976. Darin erzählt er von einer kirchlichen Gemeindeversammlung, die Anfang Dezember 1976 im Gemeindehaus Börln stattfand. Er berichtet, was Pfarrer Schneider (+ am 3.1.2011) gesagt haben soll. Danach habe es eine Diskussion gegeben, bei welcher der IMS erklärt habe, die Russen seien unsere Freunde und Kirche und Kommunisten gehören zusammen. Beim IMK "Astor" oder "Theo" gab es regelmäßige Treffen mit seinem Führungsoffizier. Dabei bekam er stets neue Aufträge, nachdem er über die alten berichtet hatte. Am 9. März 1977 wurde er beauftragt, die Einreisen von Westdeutschland nach Börln abzusichern und herauszufinden, wo sie übernachten. Bereits am 15. März berichtete er dem SED-Mitglied Bäurich über den Besuch der Patengemeinde aus Achim, die nach Börln gekommen war. Dabei gab er den Tagesablauf und das ganze Besuchsprogramm bekannt. Auch die Quartiergeber in Börln und Bortewitz nannte er. Später erzählte er auch, welche Meinung seine Arbeitskollegen zu den Ereignissen in Polen haben. Bei dem Treffen am 29. März 1982 wurde er beauftragt, die Meinungen von "Kirchenkräften" zu erkunden und diie Dienststelle sofort anzurufen, wenn das Stichwort auftaucht: "Frieden schaffen ohne Waffen".
 
Foto: Die 63jährige Genossenschaftsbäuerin Anna Arnhold (links, sitzend) fühlt sich noch nicht zu alt, um die Facharbeiterprüfung abzulegen. Hier mit der Genossenschaftsbäuerin Maria Sauer und dem Agronomen Gotthard Zimmermann (IM "Fortschritt") bei der Erklärung der Futterpflanzen. Quelle: Bundesarchiv Bild 183-78565-0001, Börln, Schulung in der Dorfakademie, Schaar, Helmut, 20.1.1961
 
"Das Jahr 2009 solle ein Jahr des Gedenkens an den Mut sein, aber auch ein Jahr der Ermutigung, heute auch selber Mut zu haben, wo es nötig ist".
 
Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5.5.2009 im ehem. Stasi-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen.
 
 
Brennerei und Großer Kartoffelschuppen: Ehem. Kartoffelschnaps-Brennerei (Baujahr: 1800) wurde 1945 von den Russen beschlagnahmt und 1990 an die BVVG übergeben. Der Pächter hat in den 90-iger Jahren die Brennerei und den Kartoffelschuppen ohne Abrissgenehmigung abgerissen und aus deren Resten im Schlosspark eine Schüttdeponie angehäuft.
 
Heute - Wiese und Parkplätze
 
               
Brennerei- vor dem Abriss.        Brennmeister Birkes Wohnung im 1. OG.   Kartoffelschuppen während des Abrisses
 
Wassermühle und Mühlengarten: Fachwerkhaus gebaut im Jahre 1732, seit 1866 nicht mehr als Mühle benutzt, nach dem Krieg als Gemeindehaus benutzt teilweise für Wohnzwecke vermietet. Im Jahre 2007 von der Stadt Dahlen an private Personen verkauft. Mühlengarten: im Jahre 1617 genannt "Freß garten"; im Zuge der Bodenreform an die Gärtnerfamilie Hennig zugeteilt, welcher aber nach 1990 unerklärlich in Besitz der BVVG gekommen ist, sodass die Mühle keinen Garten mehr besitzt.
 
 
 
"Holländer" Windmühle, Ortsausgang Richtung Heyda: Erbaut 1863, arbeitete bis 1938. Erhalten aber sanierungsbedürftig. Dorf-Ende (Westen).
 
 
"Bockmühle" Holz-Windmühle, Ortsausgang Richtung Ochsensaal: Erbaut ca. 1850. Abgerissen im 1964, war baufällig, wurde von Familie Breitenborn deswegen demontiert. (Bild nicht vorhanden).
 
Dorfschule: Baujahr: 1878. Völlig erhalten, verpachtet an "Lebensschule Mandala", wird restauriert.
 
 
Alte Schmiede: Gebäude sind völlig erhalten aber der alter Schmied Herr Sommerweiß ist 2010 gestorben. Dorfteich nebenan ist für Parkplätze entfernt worden.
 
 
Orangerie: Siehe "Orangerie".
 
Krautgarten: Östlich vom Schloss war der Krautgarten gelegen. Hier befanden sich zuerst auch die Brauerei und ein Hopfengarten. Zu DDR-Zeiten wurden Wohnhäuser hier gebaut (ehem. Straße der D-S-F, jetzt Neue Gartenstrasse genannt).
 
Schäferei: Um 1880 kam die beste Wolle des Amtes Oschatz aus der Börlner Schäferei die für die Merinos bekannt war. Die Schäferei brannte im Jahre 1984 ab und wurde nach 1990 in einen Pferdestall umgebaut. Das Hotel am Schlosspark ist in den 90-iger Jahren als Reiterhotel nebenan gebaut worden, doch wurden kurz danach auch im Mittelrisalit des Gutshauses Räumlichkeiten als Reiterpension umgebaut.
 
 
 
Bestandteile - Außenbereich
 
- Bortewitz
- Frauwalde
- Schwarzer Kater
- Radegast
- Deutsch- und Wendisch-Luppa
- Knatewitz (nördlichster Teil von Meltewitz)
- Ochsensaal