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Kurfürstliches Jagd- und Wasserschloss Börln
 
Herzlich Willkommen auf der Homepage von Schloss Börln, Clara-Zetkin-Strasse 1,  D-04774 Dahlen OT Börln, Landkreis Nordsachsen, Freistaat Sachsen.
 
Schloss Börln, um 1617-20 für Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656) als Jagdschloss erbaut, ist ein schönes Beispiel für ein Gebäude aus der Zeit des Spät-Barock. Schloss Börln entstand auf den Resten einer Wasserburg, welche seit über 1.000 Jahren von einem Wallgraben umgeben ist.
 
Bis um 1800 war Schloss Börln ein Wasserschloss. Danach wurde dann Schritt für Schritt das Gelände innerhalb des Wallgrabens trocken gelegt.
 
Von besonderem Interesse ist eine alte Kapelle in dem südlichen Seitenflügel, mit heidnischer Heilquelle, die für Pilger auf den St. Jakobs-Pilgerweg restauriert wird. Börln liegt direkt auf dem St. Jakobs-Pilgerweg der durch ganz Europa nach Santiago de Compostela in Spanien führt, wo der Apostel Jakobus in der Krypta der Kathedrale in einem silbernen Sarg ruht.
 
Schloss Börln ist von verschiedenen adligen Familien, die das Rittergut gegenüber dem Schloss bewirtschafteten, bewohnt worden. Anfang 1946 starb der enteignete Graf Julius von Zech-Burkersroda (somit endete ein 107 Jahre langes Eigentümerverhältnis der Familie, deren Vorfahre Kammerherr Graf Julius von Zech-Burkersroda Rittergut Börln im Jahre 1838 kaufte) und die Russen übernahmen das Schloss.
 
Schloss Börln wurde auch u.a. vom König Friedrich August II von Sachsen (am 1. September 1910), von Graf von Moltke (Gästebuch bis 1925) und vom Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg besucht.
 
Im Juli 2003 wurde das Schloss vom Landkreis Torgau-Oschatz an Herrn Roderick Hinkel veräußert, der seit Juni 2004 Stadtrat in Dahlen ist. Herr Hinkel stammt aus Südafrika. Sein Vorfahre Carl Gottlieb Hinkel, ein Zeitgenosse von Theodor Körner, war Chemnitzer Dichter und Freiheitskämpfer der in Leipzig studierte und als Mitbegründer des im 1812 gegründeten Corps Saxonia Leipzig gilt.
 
Über die Geschichte des "Bundeslieds" das Roderick Hinkel als Kind in Süddafrika entdeckte, und der Geschichte seiner von Minckwitz Vorfahren, die u.a. Schloss Trebsen und das kurfürstliche Freihaus in Torgau (später Wohnhaus des Begründers der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann) bauten fand Herr Hinkel - der schon seit 1982 Sachsen mehrmals besuchte - seinen Weg zu der alten Heimat seiner Vorfahren.
 
Das Schloss wird samt dem ca. 20.000 m² großen privaten Teil des ehemaligen "Englischen Garten" über die nächsten Jahre restauriert.
 
In und am Schloss Börln werden Musikkonzerte, Kunstaustellungen und Kulturveranstaltungen veranstaltet, die auf der Seite "Kalender" zu sehen sind.
 
Schloss Börln Schlosshof
Aquarell, April 2010
Steffen Gröbner
(www.steffen-groebner.de)
 
Anreise
 
80km von Dresden oder 45km von Leipzig entfernt kann Börln bequem über die Autobahn A14 bis Abfahrt Mutzschen über Wermsdorf-Luppa-Bhf. Dahlen, oder über die B6 von Leipzig-Wurzen-Falkenhain erreicht werden. Von Torgau aus über die Landstrasse Richtung Schmannewitz-Bortewitz nach Börln.
 
Schlösser in Sachsen
 
 
 
 
Stand: 28. Januar 2011